QR-Codes sicher scannen: Worauf Sie im Jahr 2025 achten müssen

QR-Codes sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Egal ob auf Speisekarten im Restaurant, auf E-Scootern oder als digitales Flugticket – die kleinen schwarz-weißen Quadrate sind überall. Doch mit der wachsenden Beliebtheit steigt auch das Risiko. Viele Nutzer scannen Codes blind, ohne zu wissen, was sich dahinter verbirgt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie QR-Codes funktionieren und wie Sie sich vor Betrug schützen können.

1. Was ist ein QR-Code eigentlich? Die Abkürzung "QR" steht für "Quick Response" (Schnelle Antwort). Ursprünglich wurde diese Technik für die Logistik in der Automobilindustrie entwickelt, um Bauteile schnell zu markieren. Im Gegensatz zum klassischen Strichcode (Barcode), den wir aus dem Supermarkt kennen, ist der QR-Code zweidimensional. Das bedeutet, er kann Informationen sowohl vertikal als auch horizontal speichern. Dadurch passen viel mehr Daten in das kleine Quadrat – etwa eine lange Internetadresse (URL), Kontaktdaten oder WLAN-Passwörter.

2. Die Gefahr: Was ist "Quishing"? Da man einem QR-Code mit bloßem Auge nicht ansehen kann, wohin er führt, machen sich Kriminelle dies zunutze. Dieses Phänomen nennt man "Quishing" (eine Mischung aus QR-Code und Phishing). Eine gängige Masche funktioniert so: Betrüger kleben ihren eigenen gefälschten QR-Code einfach über einen echten Code – zum Beispiel an einer Parkuhr oder einem Werbeplakat. Wenn Sie diesen Code scannen, landen Sie nicht auf der Seite des Parkservices, sondern auf einer gefälschten Webseite, die versucht, Ihre Kreditkartendaten oder Passwörter zu stehlen.

3. So scannen Sie sicher: 4 wichtige Tipps Damit Sie nicht in die Falle tappen, sollten Sie beim Scannen einige Grundregeln beachten:

  • Vorschau nutzen: Gute Scanner-Apps und die meisten modernen Smartphone-Kameras zeigen Ihnen erst die Webadresse (URL) an, bevor sie die Seite öffnen. Prüfen Sie diese Adresse genau. Sieht sie seltsam aus oder enthält sie Rechtschreibfehler? Dann öffnen Sie sie nicht.

  • Der "Aufkleber-Check": Wenn Sie einen QR-Code in der Öffentlichkeit scannen (z. B. an einer Laterne oder einem Automaten), fühlen Sie kurz mit dem Finger darüber. Wurde ein neuer Aufkleber über das Original geklebt? Falls ja: Finger weg!

  • Vorsicht bei Downloads: Ein seriöser QR-Code wird niemals sofort einen Datei-Download starten, ohne dass Sie zustimmen. Wenn nach dem Scannen plötzlich eine Datei (.apk oder .exe) heruntergeladen wird, brechen Sie den Vorgang sofort ab.

  • Keine sensiblen Daten eingeben: Seien Sie misstrauisch, wenn Sie nach dem Scannen sofort aufgefordert werden, PINs, Passwörter oder Bankdaten einzugeben.

4. Brauche ich eine extra App? Die meisten modernen Smartphones (sowohl iPhone als auch Android) haben mittlerweile einen QR-Scanner direkt in die Kamera-App integriert. Dennoch kann eine spezielle Scanner-App sinnvoll sein, wenn sie zusätzliche Sicherheitsfunktionen bietet, wie etwa einen Warnhinweis bei bekannten schädlichen Webseiten oder eine Historie Ihrer gescannten Codes.

Fazit Der QR-Code ist ein geniales Werkzeug, das uns das Leben leichter macht. Doch wie überall im Internet gilt auch hier: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nehmen Sie sich immer die zwei Sekunden Zeit, um zu prüfen, wohin der Link führt, bevor Sie tippen.

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